Dieser Artikel wurde von Louis Lokou, einem blinden togolesischen Journalisten, verfasst, der auch Chefredakteur des Online-Magazins www.Afrik’handi-mag.com ist. Er wurde in Togo Ende August auf Französisch veröffentlicht.
„Alles beginnt, als Yousra beim Spielen mit ihrer Schwester durch ein Messer schwer am Auge verletzt wird. Sie wird ins Krankenhaus transportiert, wo die Lage sofort als alarmierend eingestuft wird. Die Ärzte teilen den Eltern mit, dass ihre Tochter ohne sofortigen chirurgischen Eingriff das Augenlicht verlieren werde und dass sofort gehandelt werden muss. Dies stellt die mittellose Familie vor eine große Herausforderung. Wo soll sie in kürzester Zeit die finanziellen Mittel für die Operation auftreiben?
Hier kommt der Verein Hilfsaktion Togo/Togoville ins Spiel. Nachdem er über den Sachverhalt informiert wurde, beschließt der Verein, die Kosten für den Eingriff zu übernehmen und in diesem Notfall unbürokratisch Hilfe zu leisten. Am 13. August wird Yousra operiert. Für ihre Eltern ist diese Operation mehr als ein medizinischer Akt. Sie verbinden damit die Hoffnung, dass ihr kleines Mädchen aufwachsen kann, ohne mit den unumkehrbaren Folgen dieses Unfalls leben zu müssen.
Die Geschichte von Yousra sensibilisiert uns für eine oft vergessene Realität: hinter jeder geleisteten Hilfe steht ein Mensch, ein Kind, eine Familie, und manchmal steht sogar ein Leben auf dem Spiel. Das Einschreiten des Vereins Hilfsaktion Togo/Togoville zeigt auch, dass ein Menschenleben durch Solidarität eine unverhoffte Wendung nehmen kann, sofern sie zum richtigen Zeitpunkt erfolgt. So ist das Schicksal Yousras ein konkretes Beispiel dafür, was Großzügigkeit bewirken kann. Eine Spende kann dazu beitragen, einer Familie wieder Hoffnung zu schenken und es einem Kind zu ermöglichen, vertrauensvoll in die Zukunft zu blicken.
Unabhängig von diesem Fall sind zahlreiche Familien tagtäglich mit Situationen konfrontiert, in denen eine unmittelbare Kostenübernahme erforderlich ist. Die Voraussetzung für Zugang zu medizinischer Versorgung und Heilung komplizierter Fälle sind finanzielle Mittel und vor allem eine dauerhafte Solidarität. Was Yousra widerfahren ist, wirft eine einfache Frage auf: Wie viele andere Kinder könnten gerettet werden, wenn mehr Menschen handeln würden? Für den Verein Hilfsaktion zählt jede Geste. Und die Geschichte dieses kleinen Mädchens zeigt uns, dass Solidarität nicht nur ein Wort ist, denn gelebte Solidarität kann ein Leben verändern.“
Der Artikel von Louis Lokou ist im Togo auf reges Interesse gestoßen.
Nach Yousras Operation waren noch 4 weitere Termine in einem ambulanten Augenzentrum in Lomé erforderlich. Heute zeigt ihr Sehvermögen keine Einschränkungen!
Wir bedanken uns von Herzen bei den zahlreichen Spendern, die es uns ermöglicht haben, nicht nur die Behandlungskosten für Yousra zu übernehmen sondern auch bei 24 bedürftigen Personen Kataraktoperationen zu finanzieren.
Patrice Sautier
Wenn Sie unser Engagement unterstützen möchten, hier sind die Konten unseres Vereins:
Empfänger Hilfsaktion Togo/ Togoville e.V.
Raiffeisenbank Südhardt eG, IBAN: DE49 6656 2053 0005 4020 00 BIC: GENODE61DUR
BBBank Karlsruhe, IBAN: DE46 6609 0800 0002 7360 71 BIC: GENODE61BBB
Kontakt: Monika Holveck 07245/937918, Patrice Sautier 0157 510 19893
