Menschen leiden im Stillen!

Während unserer Fahrten ins Hinterland von Togoville treffen wir schwere Schicksale an. Es sind Menschen mit Amputationen oder andere, die an epileptischen Anfällen leiden.

Kinder und Jugendliche, welche von Anfällen geplagt sind, dürfen die Schule nicht besuchen. So werden sie doppelt bestraft. Sie sitzen zu Hause verrichten Haus und Feldarbeiten. Der Zugang zu den teuren Medikamenten für Epileptiker bleibt durch Geldmangel verwehrt.

Eine andere Gruppe sind Menschen mit Behinderungen. Durch Unfälle oder Krankheit haben sie Gliedmaßen verloren. Die haben es besonders schwer in einem Land, wo es keine finanzielle Hilfe vom Staat gibt.

Ein Fall hat mich sehr berührt. Es ist die 34jährige Dodo. Während unserer Reise im April habe ich die junge Frau besucht. Sie wurde von ihrer Schwester gepflegt. Bei unserer Oktober- Reise schaute ich wieder nach ihr. Sie lag wie immer auf einer Matratze am Boden. Ein Junge, ca. 12 Jahre, stand neben ihr. Dodo erzählte, dass ihre Schwester mit einem Mann weggezogen ist. Das heißt, die behinderte Frau hat keine Pflegekraft mehr. Aus der Nachbarschaft bekommt sie ab und zu etwas zum Essen. Dodo zeigt auf den schüchternen Jungen und erzählt von ihm. Sie sagte, der Junge ist Waise. Da er in ihrem Viertel lebt, haben sie sich zusammengetan. Beide sind auf gegenseitige Hilfe angewiesen. Als Querschnittgelähmte kann sie nicht alleine aufstehen. Der Bub hilft ihr bei der Pflege und reicht ihr das Essen. Wir fragten den Jungen ob er zur Schule geht. Er sagte ab und zu. Er hat kein Geld für Schulmaterial und Schulkleidung. Für mich schwer vorstellbar, dass ein 12jähriger eine behinderte Frau pflegt. Ich habe mich mit unseren Leuten vom Komitee beraten und schnelle Hilfe zugesagt. Für Dodo haben wir eine Pflegekraft und finanzielle Hilfe für den Lebensunterhalt organisiert. Der Junge soll regelmäßig die Schule besuchen. Von solch schwierigen Fällen erfahren wir immer wieder. Gerade Menschen mit Behinderung können wir dank unserer großzügigen Spenderinnen und Spendern schnelle Hilfe zukommen lassen. Monika Holveck

Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten:

Hier die Konten des Vereins: Empfänger Hilfsaktion Togo/ Togoville e.V

Raiffeisenbank Südhardt eG, IBAN: DE49 6656 2053 0005 4020 00 BIC: GENODE61DUR

BBBank Karlsruhe, IBAN: DE46 6609 0800 0002 7360 71 BIC: GENODE61BBB

Kontakt: Monika Holveck 07245/937918, Patrice Sautier 015751019893