Unser Verein blickt zurück auf ein Jahr, in dem getreu unseren Zielsetzungen der größte Teil unserer Investitionen auf die Bereiche Schulbildung und Ausbildung entfiel.
210 Schüler und Schülerinnen der Grundschule in Kéta-Akoda und 140 des Gymnasiums in Agbodrafo konnten dank der vollständigen Renovierung von zwei Schulgebäuden unter stark verbesserten Bedingungen unterrichtet werden. Die 87 Kinder des Kindergartens Amédéhoévé müssen nicht mehr im Freien unter dem großen Mangobaum spielen oder bei Regen zuhause bleiben, seit für sie im November ein neues Gebäude mit Toilettenanlage und Duschen eingeweiht wurde. Auch die 74 Kinder in Kéta-Akoda konnten Ende März ein komplett saniertes Gebäude beziehen. Des Weiteren entstand im Gymnasium von Agbodrafo eine zweite Sanitäranlage und die vorhandene wurde komplett renoviert. Auch in der Schule von Agbata-Lanzo kommen die 1 248 Schüler nun in den Genuss einer neuen und drei vollständig renovierten Toilettenanlagen.
Wir unterstützen jeden Monat 11 Lehrer mit jeweils 35 €, haben die Ausbildungskosten für 38 junge Männer und Frauen übernommen, deren Familien die Gebühren nicht aufbringen können, und haben die Schulgebühren (einschließlich Schuluniform und Lehrmaterial) für 40 Waisenkinder beglichen.
Die1 110 Schüler der Grundschulen in Ekpui-Village und Lové freuten sich an jedem Schultag über ein Mittagessen, da der auf die Eltern entfallende Anteil der Schulspeisung von unserem Verein übernommen wurde. 120 Schüler der Klassenstufe CM2 laufen nicht Gefahr, wegen einer fehlenden Geburtsurkunde die Klasse wiederholen zu müssen, da ein großzügiger Spender die Kosten für diese administrative Formalität übernommen hat. Auch Alice, die blinde junge Frau, hat im Juli ihr Abitur bestanden und die Aufnahmeprüfung für den Studiengang Journalismus an der Universität Lomé erfolgreich abgelegt. Dank mehrerer Spenden ist auch die Finanzierung ihres ersten Studienjahres bereits gesichert.
Im gesamten Jahresverlauf wurden wir von notleidenden Menschen gebeten, Kosten für ärztliche Behandlung infolge von Krankheit oder eines Unfalls zu übernehmen. Es gibt im Togo weder auf regionaler noch auf nationaler Ebene eine gesetzliche Krankenversicherung für die Bürger. Allein die gut situierten Togolesen können sich den Abschluss einer Krankenversicherung leisten. Kinder, Jugendliche, junge Mütter sterben, da sie nicht ärztlich versorgt werden! So hat unser Verein ärztliche Behandlungen und chirurgische Eingriffe für 26 Personen in einer Gesamthöhe von 4 500 € finanziert. Nach unserem Spendenaufruf im Juni wurde die 15-jährige Lucie, die an einem bösartigen Tumor im Kieferbereich leidet, dank der Großzügigkeit mehrerer Spender operiert und hat im Dezember ihr letzte Chemotherapie-Sitzung erhalten. Wir wünschen ihr eine baldige Genesung!
Bereits im August 2021 startete ein Brillenprojekt. Seitdem werden in regelmäßigen Abständen Augenuntersuchungen zur Feststellung einer Sehschwäche organisiert. 2025 fanden sieben Aktionen an drei verschiedenen Orten statt. Dabei erfolgten 950 kostenlose Untersuchungen, 420 Korrekturbrillen wurden gegen eine geringe finanzielle Beteiligung verordnet und ausgegeben.
Wie jedes Jahr hat sich Monika Holveck auch 2025 in ein Lepradorf begeben, das drei Autostunden von unserer Unterkunft entfernt ist. Lebensmittelpakete, Medikamente jedweder Art sowie Gegenstände des täglichen Bedarfs in Höhe von 2 000 € wurden dem Dorfchef übergeben, um den peniblen Alltag der Bewohner zu erleichtern.
44 Kinder erhielten die Unterstützung ihrer deutschen Paten. 20 Familien, die in äußerster Armut leben, – oft Großmütter mit zahlreichen Enkeln oder alleinstehende junge Frauen mit ihren Kindern – bekamen eine monatliche finanzielle Zuwendung. Am Ende jedes Quartals wurde 31 älteren Menschen, die auf sich gestellt sind und denen es am Nötigsten fehlt, ein umfangreiches Grundnahrungsmittelpaket übergeben. Im 4. Quartal erfolgt die Verteilung kurz vor Weihnachten.
Im abgelaufenen Jahr waren wir auch verstärkt im Blindenzentrum von Togoville aktiv. Im August hat ein Braille-Drucker der neuesten Generation ein Gerät aus den 1980er-Jahren ersetzt. Die blinden Schüler von der 6. Klasse bis zum Abitur, die das Gymnasium von Togoville unter denselben Bedingungen wie die sehenden Schüler besuchen, haben jetzt ein wertvolles Instrument für die Transkription des Lehrmaterials in Braille. Eine Spenderin hat die Aufnahme von 14 Hörbüchern für die Schüler der Klassenstufen 11, 12 und 13 ermöglicht, was eine wertvolle Hilfe in den Fächern Literatur und Philosophie bedeutet.
26 Schulen, die unser Verein unterstützt, erhalten kostenlos Kisten mit im Blindenzentrum hergestellter Kreide. Die Abnahme der Kreide durch unseren Verein ist für das Blindenzentrum eine essenzielle Einnahmequelle.
Durch regelmäßige Besuche der verschiedenen Projektverantwortlichen vor Ort stellen wir sicher, dass die bewilligten Mittel sachkundig eingesetzt werden. 2025 sind vier Gruppen mit Vertretern der einzelnen Fachbereiche in den Togo gereist. Selbstverständlich haben alle ihre Reisekosten selbst getragen.
Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu. Dies nehme ich zum Anlass, um mich im Namen des Vorstands bei allen Mitgliedern, Freunden, Spendern und Wohltätern unseres Vereins für Ihre Großzügigkeit ganz herzlich zu bedanken. Ohne Sie hätte unser Verein keine Existenzgrundlage! Ich kann Ihnen versichern, dass jede Spende unabhängig von ihrer Höhe vollumfänglich in die Finanzierung unserer humanitären Aktionen im Togo fließt.
Ihnen und Ihren Familien wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest und für das Jahr 2026 Gesundheit und Wohlergehen.
Patrice Sautier
Wenn Sie unser Engagement unterstützen möchten, hier sind die Konten unseres Vereins:
Empfänger Hilfsaktion Togo/ Togoville e.V.
Raiffeisenbank Südhardt eG, IBAN: DE49 6656 2053 0005 4020 00 BIC: GENODE61DUR
BBBank Karlsruhe, IBAN: DE46 6609 0800 0002 7360 71 BIC: GENODE61BBB
Kontakt: Monika Holveck 07245/937918, Patrice Sautier 0157 510 19893
