so schnell die Entscheidung getroffen war, für die Umsetzung war noch manches vor dem Abflug zu erledigen: Die notwendigen Schutzimpfungen, Malariaprophylaxe, einige Medikamente für den Notfall, dazu Sonnen- und Insektenschutzmittel. Denn auch im Winter brennt in Togo die Sonne vom Himmel.

Nach einem ruhigen Flug die abendliche Landung in Lomé. Viele Kontrollen im Flughafen, schließlich die Fahrt nach Agbodrafo zum Hotel Safari. Obgleich es bereits nach 22 Uhr ist, herrscht eine drückende Hitze. Nach einem sehr freundlichen Empfang und einem kleinen Begrüßungsimbiss geht es auf die Zimmer, schließlich soll es am Morgen gleich losgehen.

Wie von einem Mitreisenden vorgewarnt, weckt uns das laute Vogelgezwitscher bereits sehr früh. An Schlaf ist nicht mehr zu denken, daher treffen sich alle zu einem vorgezogenen Frühstück und auf geht’s zum Togosee.

Da die Arbeitsstelle der nächsten Tage Togoville sein wird, müssen wir zuerst über den See. Für uns entspannte 30 Minuten Überfahrt auf einer Piroge, die, weil der See nicht tief ist, mit Hilfe einer 4 – 5 Meter langen Stange vorwärts gestoßen wird.

In Togoville geht es über staubige festgetretene Wege zu der inzwischen schon etwas verfallenen, baufälligen Ambulanz. In dieser versorgt ein Krankenpfleger diejenigen Patienten/Notfälle, die über genug Geld verfügen, um Verbandsmaterial, Medikamente oder Infusion bezahlen zu können. Staatlicher Krankenschutz existiert nicht, die Notfallambulanzen dürfen/können nur bei vorheriger Barzahlung behandeln.

Aus diesem Grund wird diese Einrichtung oft nicht in Anspruch genommen. Entweder die Wunde/Krankheit heilt irgendwie von alleine oder es muss erst von Familie und Freunden Geld zusammengeliehen werden, um sich die notwendige Behandlung leisten zu können.

Diese Erfahrung machen auch Arzt/Ärztin und ihre Helfer bei der Untersuchung der Schulkinder, die ab 10:30 Uhr klassenweise eintreffen.

Viele kleine und große unbehandelte, teilweise offene Wunden finden sich bei den Kindern. Bei einem kleinen Mädchen wurde bei einem Unfall ein kompletter Fußnagel herausgerissen. Auf die Frage, was man danach gemacht habe, antwortete das Mädchen mit einem Schulterzucken „nichts“. Irgendwie hatte sie den Schmerz überstanden, danach war für sie wieder Alltag.

Die ersten Lebensjahre bergen viele Gefahren für die Kleinen. Wer in die Schule geht, hat schon manches überstanden und eine gute Chance erwachsen zu werden. Auch in diesem Bereich ist der Verein durch den Bau von Schulen und die Unterstützung von Jugendlichen bei der Berufsausbildung aktiv.


Reiseteilnehmerin April/Mai Iris Brenk-Diebold


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Kontakt: Monika Holveck 07245/937918
E-Mail: info@togoville.org
web: www.togoville.org